Pulsation: Entwicklung

In diesem Text möchte ich die Entwicklungen zum Konzept vom 07.02.01 beschreiben. 
Grundlegende Veränderungen waren durch die Entscheidung 
für den grossen Wasserspeicher gegeben. Die Installation konnte aufgrund eines Haushaltstops in Berlin nicht realisiert werden. Statt dessen kamm es zur Aufführung eines in Anlehnung komponierten Stückes im CUBE des IEM und auf der Kryptonale 37 im kleinen Wasserspeicher. Eine Stereoversion dieses Stücks mit dem Titel "dropOut" ist hier zu finden.

Die Bevorzugung des grossen Wasserspeichers resultiert aus der Möglichkeit
zur direkten Bezugnahme der klanglichen und visuellen Eigenschaften des Versuchsaufbaus 
(Bild 1, 2, 4) zur gebauten Architektur (Bild 3).


Abb. oben: Versuchsaufbau

 

Konkret bedeutet dies die Möglichkeit, das resonante Impulsantworverhalten
der Blase (Bild 4) mit dem besonderen Impulsantwortverhalten des grossen Wasserspeichers kompositorisch in Bild und Ton zueinander In Beziehung zu setzen. Die Absicht ist,
 die über ein Videosystem aufgenommene Pulsation (Bild 1 und Bild 4) 
sowie die mit einem Hydrophon aufgenommenen Schockwelle (Bild 1 und Bild 2) 
zu analysieren und ihre Charakteristika zur Anregung des akustischen 
Raums des Wasserspeichers zu nutzen. Hierbei möchte ich die spezifischen 
akustischen Eigenschaften der Kreisringe herausarbeiten. Bei den Messungen werden die Resonanzen des Umgebungsraumes der Blase 
sowie die des Innenraumes der Blase selbst aufgenommen. 
Das akustische Verhalten des grossen Wasserspeichers soll im Vorfeld 
aufgenommen und ausgewertet werden.

Abb. oben: Stroboskopisch aufgenommene Bildfolge der Schockwelle.

Alle Abbildungen die Sonolumineszenz betreffend erfolgen mir freundlicher Genehmigung von Reinhard Geisler.

 

Abb. oben: Grundriss des grossen Wasserspeichers

 

Das mittels eines Telemikroskopes aufgenommene Bild der Blase soll über
 ein System von Spiegeln und Linsen auf die Wände der Kreisringe projeziert werden.
 Die Art der Bildbearbeitung und die Verzerrung der Zeit hierbei koreliert mit der Klangbearbeitung, welche wiederum vom Raum der Installation 
abhängig ist.

Die genaue Ausarbeitung des technischen Systems, welches direkt von der
 angestrebten sicht- und hörbaren Erscheinung abhängig sein wird, ist,
 wie schon im Konzept geschrieben, erst nach einer gründlichen Aufnahme 
des Ortes möglich. Abzusehen ist allerdings, dass ein mehrkanaliges
 Audiosystem eingesetzt wird. Die Eingangsschneise wird zur Distribution der
 Videosignale, das Zentrum zur Installation des Versuchsaufbaus (Bild 1) 
genutzt werden.


Abb. unten: Stroboskopisch aufgenommene Bildfolge der periodischen Radialschwingung einer Sonolumineszenzblase und theoretische Zeitabhängigkeit des Blasenradius.





 

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