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| I/O/sonic: Klang- Netzkunst |
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Das Projekt in Weimar war als universitäres, studentisches Projekt organisiert. Die Möglichkeit zur Beteiligung wurde wohl 1997 gesät, als drei Studenten der Gruppe “Netzklang” begannen, gemeinsam in und aus Telekommunikationsmedien heraus zu arbeiten. Inspiriert und maßgeblich beeinflusst war diese Forschung von Projekten des ORF-Kunstradios, wie “Horizontal Radio” und “Immersive Sounds”. Nach der Einladung zur Teilnahme formierte sich eine interdisziplinäre Gruppe um “Netzklang”, die sich dezentralisiert organisierte. Nach gemeinsamer Erörterung der Recourcen bildeten sich zu jedem Teilbereich Untergruppen, die selbstständig arbeiteten. Die Problematiken und Entwicklungen vor allem in den Schnittbereichen wurden zweimal wöchentlich gemeinsam besprochen. So arbeiteten die Grafik- und die Webdesigngruppe eng zusammen, um I/O/sonic ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild zu geben. Diese Vorgehensweise erwies sich als sehr effektiv und produktiv. Durch die intensive Kommunikation im Zusammenspiel mit der selbstbestimmten Arbeit jeder einzelnen war es möglich, ein Ergebnis zu schaffen, daß wohl jede beteiligte positiv überraschte.
Die Erfahrungen innerhalb dieses Projektes waren für alle sehr reich, auf technischer und individueller, persönlicher Ebene. Große Anteile von dem, was wir taten, waren für alle neu und nicht erprobt. Das KlangSystem selbst war so ausgelegt, daß niemand voraushören konnte, wie sich I/O/sonic letztendlich anhören würde. So waren wir alle sehr begeistert, dann zu erfahren, daß wir etwas geschaffen hatten, wodurch es möglich wurde, "Sound Drifting" in Weimar als ein weltumspannendes Netzkunstereignis, bei dem die beteiligten KlangkünstlerInnen permanent unterschiedliches Klangmaterial in das Netzwerk einspeisten, in seiner Tiefe erfahrbar zu machen.